In den letzten drei Jahren hat sich unsere Arbeitswelt schneller transformiert als in den drei Jahrzehnten zuvor. Während KI-Agenten heute die technische Umsetzung ganzer Projekte übernehmen können, wandelt sich unsere Rolle stetig von der fachspezifischen Ausführung hin zur strategischen Orchestrierung – wir entscheiden, was in einer automatisierten Welt wirklich Relevanz besitzt.
Wir müssen ehrlich zu uns selbst sein: KI trifft auf eine Spezies, die biologisch auf Energieeffizienz – oder schlichtweg Bequemlichkeit – programmiert ist. Viele haben kaum noch Telefonnummern oder Geburtstage im Kopf; wir lagern unser Gedächtnis an Maschinen aus. Wenn die KI jede Antwort sofort liefert, riskieren wir, den «Muskel des Verstehens» zu verlieren.
Für uns als Gestalter*innen, Entwickler*innen und Strateg*innen ist die entscheidende Frage, wie wir unsere Rolle in einer Arbeitswelt definieren, in der Maschinen denken, planen und umsetzen. Mitarbeitende ohne KI-Zugang geraten hingegen immer mehr ins Abseits.